LTE Ausbau

Der LTE-Ausbau in Deutschland folgt der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Das Ziel: Bis 2014 sollen 75 Prozent aller deutschen Haushalte Breitbandanschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen und in den Jahren darauf soll LTE in Deutschland möglichst flächendeckend verfügbar sein.

Die Motivation dahinter ist klar. Mit dem LTE-Ausbau verspricht man sich wirtschaftliches Wachstum. Denn Breitbandnetze sind Voraussetzung für zahlreiche innovative Dienste. Zudem wird die Attraktivität im ländlichen Bereich sowohl für Familien als auch Unternehmen verbessert. Gerade hier gibt es in Deutschland noch immer unterversorgte Regionen, die auf eine schnelle Internetverbindung verzichten müssen und wo laut Breitbandstrategie zuerst angesetzt werden soll - noch vor dem Ausbau in den Ballungsgebieten.

Vier-Säulen-Strategie

Um dem Ziel der flächendeckenden Breitbandversorgung im Rahmen der Breitbandstrategie näher zu kommen, setzt die Bundesregierung verstärkt auf eine "Vier-Säulen-Strategie". Demnach soll die Nutzung von Synergien beim Infrastrukturausbau vorangetrieben werden, eine unterstützende Frequenzpolitik gewährleistet werden und finanzielle Fördermaßnahmen bereitgestellt werden. Zudem möchte man sich auch zukünftig für eine wachstums- und innovationsorientierte Regulierung einsetzen.

Strenge Regeln beim Ausbau

Für die Umsetzung der Breitbandstrategie gelten strenge Ausbauregeln, die nach einem Vier-Stufen-Plan umgesetzt werden, der vier Prioritätsgebiete (P1 bis P4) enthält. Oberste Priorität hat der Ausbau in Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern (P1), die bisher nicht oder nur unzureichend an das Internet angebunden sind. Danach sollen Gemeinden mit 5.001 - 20.000 Einwohner (P2), dann Gemeinden mit 20.001 - 50.000 Einwohner (P3) und abschließend Gemeinden ab 50.001 Einwohner (P4) folgen. Sobald mindestens 90 Prozent einer Stufe erreicht sind, darf mit dem Ausbau der nächsten Stufe begonnen werden (90-Prozent-Regelung). Hierzu mussten die Telekom, Vodafone und O2 gegenüber der Bundesregierung eine Versorgungsverpflichtung eingehen. Die Versorgungsauflagen dürfen von den frei Telekommunikationsunternehmen technikneutral erfüllt werden. Es muss also nicht zwingend auf eine LTE-Versorgung zurückgegriffen werden. Auch DSL und Kabelanschlüsse kommen in Frage.

Status quo

Die deutschen Telekommunikationsunternehmen geben schätzungsweise 50 Milliarden Euro für den Ausbau ihrer Breitbandnetze in den nächsten Jahren aus. Aktuell ist die Breitbandversorgung im internationalen Vergleich hierzulande als gut zu bezeichnen. 99 Prozent aller Haushalte verfügt bereits über einen Breitbandzugang mit mindestens 1 MBit/s. Für etwa 40 Prozent stehen bereits Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung.

Erst kürzlich hat die Bundesnetzagentur die bundesweite Vollversorgung durch die Telekom, Vodafone und O2 mit schnellen Internetzugängen verkündet, die somit ihre Versorgungsauflagen erfüllt haben. Von nun an können die Telekommunikationsunternehmen in allen Bundesländern auf die 800-MHz-Frequenzen zurückgreifen und den Ausbau in den Ballungsgebieten fortan vorantreiben.

LTE-Netzabdeckung und Verfügbarkeit

Wer mehr über die Verfügbarkeit von LTE erfahren möchte, der sollte einen Blick auf unsere LTE-Karte werfen oder direkt die Verfügbarkeit an seinem Standort abfragen.